Rohstoffmillionen – Kappel am Albis handelt solidarisch

Liebe Kappelerinnen, liebe Kappeler

Die Initiative «Rohstoffmillionen – Kappel am Albis handelt solidarisch» will Menschen aus Rohstoffländern an den Gewinnen des Rohstoffabbaus teilhaben lassen. Sie hat zum Ziel CHF 20’000.- an zwei Schweizer Hilfswerke zu geben, deren Projekte die Lage der Menschen in den Rohstoffländern nachhaltig verbessern.

Kappel am Albis profitiert…

Die Schweiz hat sich dank tiefen Steuern und schwacher staatlicher Kontrolle zu einer der grössten Drehscheiben des globalen Rohstoffhandels entwickelt. Der Börsengang des Rohstoffkonzerns Glencore hat dem Kanton Zürich mit dem in Rüschlikon wohnhaften Ivan Glasenberg 360 Millionen Franken an zusätzlichen Steuern eingebracht. Unsere Gemeinde erhält davon über den kantonalen Finanzausgleich 2013 rund CHF 200‘000.-

Der Rohstoffkonzern Glencore gerät immer wieder in die Schlagzeilen. Er bezahlt in den Abbauländern praktisch keine Steuern, verursacht aber massive Umweltbelastungen und die Sicherheit und Gesundheit der Arbeiter werden oftmals vernachlässigt. Viele der rohstoffreichsten Länder gehören nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt. Ein riesiges Entwicklungspotential, das Millionen von Menschen aus der Armut befreien könnte, geht so durch Korruption und Steuervermeidung verloren.

und zeigt Solidarität

Wir wollen vom Börsengang des Rohstoffkonzerns nicht nur profitieren, sondern mit der gezielten Unterstützung von zwei Schweizer Entwicklungsprojekten uns solidarisch zeigen.

Das Initiativkomitee bereitet deshalb zu Handen der Gemeindeversammlung vom 29. November 2013 eine Initiative vor. CHF 20’000, rund 10% des Betrags aus dem Finanzausgleich 2013, sollen an zwei Projekte von Brot für alle und Fastenopfer fliessen.

Mit dieser Initiative setzen wir – gemeinsam mit anderen Gemeinden im Knonaueramt – ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in den Rohstoff-Abbauländern. Wir wollen den Verantwortlichen im Parlament und dem Bundesrat aufzeigen, dass breite und engagierte Bevölkerungsschichten der Schweiz der Meinung sind, dass die Zeit für ein Umdenken bezüglich der Praktiken im Rohstoffabbau und -handel reif ist.

Verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger

Das Initiativkomitee ist sich durchaus bewusst, dass heute weder unsere Infrastruktur, noch ein Auto, Telefon, Computer oder Fernseher etc. ohne diese Rohstoffe auskommt. Es geht im Kern auch nicht darum, den Rohstoffabbau in diesen Ländern zu verhindern. Ganz im Gegenteil: Wir sehen darin für viele Länder eine Chance, den Lebensstandard, das Gesundheitswesen, die Infrastruktur durch die Vermarktung ihrer Rohstoffe nachhaltig zu verbessern. Dies kann aber nur dann funktionieren, wenn wir diese Länder als gleichwertige Partner an den Erträgen teilhaben lassen.

Handeln auch Sie und unterstützen Sie uns!

Zeigen Sie sich solidarisch und unterstützen auch Sie das überparteiliche Initiativkomitee durch Ihre Unterschrift und Ihre Teilnahme an der Gemeindeversammlung vom 29. November 2013.

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